Hintergrund

Geschichte
Die Legionärskrankheit wurde erstmals 1976 beschrieben. Eine Epidemie von akuter Pneumonie erfasste 182 Veteranen der American Legion, die sich für ihr jährliches Treffen in Philadelphia versammelt hatten. 29 Personen verstarben. Der auslösende Erreger wurde etwa sechs Monate später identifiziert und erhielt den Namen Legionella pneumophila. Die Untersuchung ergab, dass die Klimaanlage eines der Hotels, in dem die Kongressteilnehmer wohnten, die Ansteckung verursacht hatte.

Hintergrund
Legionellen sind Umweltkeime, die sich in natürlichen Gewässern und in künstlichen feuchten Nischen wie Thermalbäder, Trinkwasserleitungen (Warm- und Kaltwasser), Duschköpfe, mit Wasser funktionierende Kühleinrichtungen (Drehbänke, Werkzeugmaschinen), Klimasysteme, Verdampfer, Zierbrunnen, Sprudelbäder (Jacuzzi, Whirlpools), industrielle Befeuchtungseinrichtungen mit Wassersprühern oder Luftwascheinrichtungen (z.B. Papierindustrie) entwickeln.

Das Auftauchen der Legionellen als Problem der öffentlichen Gesundheit ist ein Beispiel für negative Konsequenzen menschlicher Aktivität, mit denen wir uns heute, wo wir sie erkennen, befassen müssen. Solange sich die Legionellen in ihrem natürlichen Ökosystem befinden, verursachen sie keine besonderen Probleme. Aber als Nebeneffekt des gesteigerten Komforts (Warmwassersysteme, Klimaanlagen, Sprudelbäder usw.) hat der Mensch ökologische Nischen geschaffen, in denen Vermehrung und Verbreitung von Legionellen begünstigt werden.